tilia

Zentrum für Osteopathie & ganzheitliche Therapie
Phase I

Einführung in die sensorische Wahrnehmung in Diagnose und Therapie

Die Phase I basiert auf den bereits während der osteopathischen Grundausbildung erworbenen palpatorischen und sensorischen Fähigkeiten. In der praktischen Arbeit soll die sensorische Wahrnehmung erweitert werden, welche in biodynamische Begrifflichkeiten gekleidet wird.

Als Brücke zu einer sensorisch afferenten Wahrnehmung der freien Bewegungsmuster (Motion Present) und der unterschiedlichen Rhythmen im Körper verwenden wir Begrifflichkeiten wie Ausgleichspunkt (Balance Point) und in weiterer Folge Neutral als osteopathische Leitlinien. Der Begriff Neutral wird erläutert und erfahrbar gemacht. Auf der Körperebene könnte man den Begriff Neutral mit dem medizinischen Begriff Homöostase gleichsetzen.

Annäherung an das Modell der sogenannten Zonen:

Das Arbeiten in unterschiedlichen Zonen drückt aus, auf welcher Ebene der momentane diagnostische und therapeutische Fokus liegt, und bietet uns zusätzlich eine einheitliche osteopathische Sprache. Die Unterschiedlichkeit der Zonen lässt sich mit zunehmender Erfahrung durch den Ausdruck ihrer Rhythmen wahrnehmen. Im Laufe des Ausbildungszyklus lernen wir mithilfe der Zonen, differentialdiagnostisch zu erkennen, welche Einstiegsebene die effektivste therapeutische Wirkung für den Moment erzielen kann.

Im geführten praktischen Teil werden die theoretischen Inhalte erforscht. Die biodynamischen Begrifflichkeiten werden anhand des vegetativen Nervensystems erfahrbar gemacht. Wir beobachten die Auswirkungen auf die Atmung, das Herz-Kreislauf-System und auf die Qualität und Durchblutungsverhältnisse der Körpergewebe.

 

Zunächst nähern wir uns durch die palpatorische und sensorische Wahrnehmung der freien Bewegungsmuster (Motion Testing) einem Spannungsequilibrium in den Membranen und den Faszien (Balanced Membranous Tension) an. Durch die afferente Wahrnehmung der freien Bewegungsmuster (listening to the Motion Present) begegnen wir einem Ausgleichspunkt und folgen in unserer Wahrnehmung der Direction of Ease. Über diese Richtung des geringsten Widerstands erreichen wir schließlich das Spannungsequilibrium im Flüssigkeitskörper (Balanced Fluid Tension).

Die Primäre Atmung (Primary Respiration) als therapeutisches Hilfsmittel wird als Erklärungsmodell verwendet, um die Bündelung von therapeutischen Kräften zur Entwicklung von Selbstheilungsprozessen zu veranschaulichen. Diese Prozesse geben wiederum den Anstoß zu Gewebebewegungen, die Form- und Funktionsveränderungen einleiten können.

 

Die durch diesen therapeutischen Prozess herbeigeführte Änderung in der Wahrnehmung, in der Kommunikation mit dem Körper, soll eine der Türen öffnen, die Zugang zu den körpereigenen Selbstheilungskräften ermöglichen und damit den Weg zur ursprünglichen ganzheitlichen Gesundheit bereiten.

 

Die Phase I widmet sich somit insbesondere dem gemeinsamen Erforschen und Beobachten all dieser therapeutischen Prozesse, die im menschlichen Organismus stattfinden.

Teilnahme-Voraussetzungen

 

 

Teilnehmeranzahl

Termine

 

 

 

 

 

 

Kosten

 

 

Seminarleiterin

Seminarort

postgraduales Seminar; Absolvent/in einer 4-5 jährigen Grundausbildung mit mindestens 1500 Präsenzstunden

 

max. 12

 

13.08.-16.08.2020

weitere Termine folgen

 

Tag 1    13 - 18 Uhr

Tag 2      9 - 15 Uhr

Tag 3      9 - 17 Uhr

Tag 4      9 - 13 Uhr

€ 850,-

 

Edith Burjan-Lang D.O.

 

Am Seefeld 7, 7100 Neusiedl am See