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Zentrum für Osteopathie & ganzheitliche Therapie

The embryonical forces of growth and development are present throughout life as healing and sustaining metabolic processes. This premise is the foundation of Traditional Osteopathic Studies. (Dr. James Jealous D.O.)

Traditionelle Osteopathie - Biodynamik

Biodynamik-Seminarreihe mit Edith Burjan-Lang, D.O.
Überblick über die Seminartermine 2020

Die Leitfäden der Traditionellen Osteopathie gehen auf Dr. Andrew T. Still und Dr. William G. Sutherland zurück und wurden von Dr. James Jealous zu einem biodynamischen Behandlungsmodell erweitert. Frau Burjan-Lang, D.O., hat nach Abschluss der Biodynamik-Seminarreihe Phase I-IX eine mehrjährige Lehrerausbildung bei Dr. Jealous absolviert. Sie ist Teil des internationalen Faculty-Teams unter der Leitung von Dr. Jealous und somit zum Unterrichten des Biodynamik-Curriculums autorisiert.

Der gesamte Ausbildungszyklus erstreckt sich über 9 Phasen. Phase I-III finden innerhalb eines Jahres statt, die darauffolgenden Phasen in einem Abstand von rund einem Dreivierteljahr. Die viertägigen Seminarwochenenden werden von zusätzlichen unverbindlichen Praxistagen begleitet, die zur Wiederholung und Festigung der Kursinhalte dienen und die Integration des neuen Behandlungsmodells in die tagtägliche praktische Arbeit erleichtern sollen. Ein Quereinstieg in laufende Gruppen ist nach Rücksprache möglich.

Zusätzlich werden ab Phase III begleitende Embryologie-Module (I-IV) in Kooperation mit Dr. Gunnar Spohr angeboten. Eine Kombination aus Theorie und Praxis dient der Integration der embryologischen Inhalte in das bereits mit unseren Händen Erfahrene. Die Termine werden laufend bekannt gegeben; eine neue Gruppe startet im Frühjahr 2021. Mehr Informationen dazu finden Sie in Kürze hier.

Die Biodynamik-Seminarreihe versucht durch ein didaktisches Behandlungsmodell inhaltlich aufeinander aufbauenden Schwerpunkten (Phasen), die Abläufe der Körperphysiologie als ein interaktives Netzwerk zu vermitteln. Der dem biodynamischen Behandlungsmodell zugrundeliegende therapeutische Prozess spannt einen weiten Bogen: Das diagnostische und therapeutische Feld beginnt mit dem momentan vorherrschenden Symptom und kann sich über die Lebensgeschichte zurück bis hin zur embryologischen Entwicklung erstrecken.

Die individuelle Lebensgeschichte beginnt mit der Anlage und Entwicklung in der Embryonalzeit und ist gefolgt von der Wachstums- und Entwicklungsphase in der Fetalzeit. Die in dieser Zeit aktiven Mechanismen setzen sich postnatal einerseits in Wachstums- und Entwicklungsphasen fort. Andererseits dienen sie fortwährend als körpereigene Selbstregulationsmechanismen.

Der in der Biodynamik angestrebte therapeutische Prozess setzt einen Impuls, der das symptomatische Geschehen wieder in die körperliche Ganzheit integrieren soll. Dieser Impuls kann das menschliche Sein in seiner Ganzheit von Körperempfindung, seinem emotional-psychischen Geschehen und damit auch in seinem mentalen Feld berühren.

Wir sprechen im biodynamischen Ansatz dann nicht mehr nur von der Körperphysiologie, sondern vom Organismus. Dadurch kann auch die individuelle spirituell-geistige Ausrichtung im therapeutischen Geschehen Raum nehmen. Der therapeutische Prozess findet in einer besonderen Interaktion zwischen Therapeut/in und Klient/in statt. Den KlientInnen wird Raum zur Reorganisation entsprechend ihrer individuellen Gesetzmäßigkeiten und Möglichkeiten geboten. Dem Menschen, Therapeut/in wie auch Klient/in, soll Raum für ein prozesshaftes Erleben des Lebendigen eröffnet werden. Raum-Zeit-Geschehen werden im Moment sowohl relativiert als auch integriert. Eine Eingliederung in den individuellen Fluss des Lebens kann beginnen.

Spezielle Übungen der Kontemplation im Rahmen der Ausbildung dienen der Differenzierung und Weiterentwicklung des eigenen Wahrnehmungsspektrums als Osteopath/in. Das ist die Grundlage, um von einer palpatorischen zu einer differenzierten sensorischen Diagnose, unter Berücksichtigung der Gesamtheit von Körper, Geist und Seele, zu gelangen.

In der Ausrichtung auf Ganzheitlichkeit versuchen wir immer auch Struktur in das Erfahren der Netzwerke der Körperphysiologie zu bringen, denn trotz aller Ausweitung der Betrachtungsweise des menschlichen Seins bleibt uns im therapeutischen Prozess der Körper als direktes Medium für Diagnose und Therapie.

Der Ausbildungszyklus soll einerseits durch ein Heranführen an die theoretischen Inhalte des Behandlungsmodells und, andererseits, durch supervidiertes Üben und kritische Auseinandersetzung in Diskussionsrunden, Sicherheit in der Anwendung geben.